Willkommen

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage!

Schön, dass Sie sich für unseren Onlineauftritt interessieren. Als Pfarrer der Pfarrgemeinde Roding und der Expositurgemeinde Trasching heiße ich Sie herzlich willkommen.


Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben …? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“.
Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:
Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da.
Das versuchen wir in vielfältiger Weise.
Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Holger Kruschina, Pfarrer

Aus dem aktuellen Pfarrbrief:

Mein Wort an Sie

Berufung die Zweite. Heute, da ich diese Zeilen schreibe, wurde in Eichstätt ein „umstrittener“ Kandidat zum Priester geweiht.

Wir müssen festhalten: es gibt Dinge, über die macht man keine Scherze, keine Frage. und gleichzeitig müssen wir bekennen: JEDER von uns hat schon mal einen schlechten Witz erzählt, sich so daneben benommen, dass er im Nachhinein froh sein konnte, dass so was nicht öffentlich geworden ist.

Es gehört ganz klar gesagt: Wer Krieg, Terror, Gewalt verharmlost, leugnet oder gar relativiert oder rechtfertigt, muss in seine Schranken gewiesen werden. Das gilt in Deutschland bleibend besonders für alles, was mit dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen zu tun hat. Hinzu kommt in den letzten Jahren eine größere Sensibilität für (sexualisierte) Sprache überhaupt. Aber:

Es muss für jeden möglich sein, für Dinge um Entschuldigung zu bitten und eine Chance zu erhalten. Im konkreten Fall wird der Mitbruder weit mehr als viele andere um Glaubwürdigkeit ringen müssen und sich jedes Wort zweimal überlegen. Er wird – dem Internet sei Dank – überall, wohin er kommt und seinen Dienst tut, mit dieser „Vorgeschichte“ konfrontiert werden. Manche werden daraufhin ihr Urteil schon über ihn gefällt haben, bevor überhaupt die Möglichkeit hatte, sich zu erklären. Andere werden vielleicht sogar meinen, ihn als „Opfer“ stilisieren oder vor ihren Karren zu spannen zu können.

Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden hat vollkommen zurecht darauf hingewiesen, dass die Entscheidung des Eichstätter Bischofs eine heikle war. Es hätte aber gereicht, deutlich zu machen, dass man nun von allen erwartet, dass sich Bischof und Priester ihrer Verantwortung bewusst sind.

1968 – an dieses Jahr wird heuer zum 50sten erinnert. Die „Revolution“ ist sicher in vielem über ihr Ziel hinausgeschossen. Dennoch hat sie uns eine Freiheit des Geistes und der Rede gebracht, die heute wieder in Gefahr gerät. Es muss möglich sein, verschiedene Meinungen, auch extreme, zu äußern und im öffentlichen Diskurs darum zu ringen. Alles andere drängt Dinge in den Untergrund, aus dem sie dann umso unheilvoller auftauchen, wenn die Zeit „reif“ zu sein scheint. Oft ist es dann zu spät, die Prägung der Köpfe und Herzen noch mit Vernunft und Mitgefühl zu revidieren.

Was das alles mit dem Glauben zu tun hat? Ganz viel! Jesus ist am „man“ gescheitert! „Man“ tut so etwas nicht, „man“ sagt so etwas nicht. Wenn er sich (glaubens-)politisch korrekt verhalten hätte, hätte er sich Ärger und vielleicht sogar Kreuz erspart. Das aber war nicht seine Sendung: Angeprangert hat er Doppelzüngigkeit und Scheinheiligkeit – und er hat für die „Randständigen“ optiert. Da gibt es auch heute genug zu tun und zu sagen – von der Kirche und in der Kirche!

Ihr Pfarrer

Holger Kruschina