Willkommen

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage!

Schön, dass Sie sich für unseren Onlineauftritt interessieren. Als Pfarrer der Pfarrgemeinde Roding und der Expositurgemeinde Trasching heiße ich Sie herzlich willkommen.


Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben …? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“.
Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:
Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da.
Das versuchen wir in vielfältiger Weise.
Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Holger Kruschina, Pfarrer

Aus dem aktuellen Pfarrbrief:

Ich schreibe diese Zeilen wie immer rund acht Tage vor Erscheinen des Pfarrbriefes. Gern höre ich dabei nebenher ein bisschen Musik, nutze die Segnungen des Internets und such den Sender über den PC. Ich stoße auf die Homepage des Bayerischen Rundfunks und bin erneut erschüttert über den Umgangston, der sich in den „Kommentaren“ ausbreitet.

Wie so oft geht es um die Flüchtlinge. Der CSU Generalsekretär hat sich vor einigen Tagen darüber ausgelassen, seitdem wird diskutiert. Die Kirchen haben sich, quasi als von „senegalesischen Ministranten“ direkt betroffene geäußert – und schon wird kübelweise Dreck über sie ausgeschüttet: Von Kreuzzügen, Hexenverbrennungen, Protzbischöfen usw. ist die Rede. Man spricht unseren Bischöfen das Recht ab, sich für die Kirche zu äußern oder ihrer Rolle als herausgehobene Meinungsträger in unserer Demokratie gerecht zu werden. In völliger Unkenntnis der Verhältnisse, also der Relationen werden Mammutzahlen isoliert in den Raum geworfen. Mich schaudert vor dem Geist, der von solcher „Meinungsfreiheit“ Macht ergriffen hat.

Ich will und werde an dieser Stelle nicht die bestehende Armut in unserem Land klein reden, gerade nicht am Caritas-Sonntag. Unsere Caritas stellt sich nämlich genau dieser Tatsache und dieser Herausforderung. Sie beschäftigt in Bayern rund 90.000 Hauptamtliche und lebt zudem vom grandiosen Engagement einer vermutlich noch größeren Zahl von Ehrenamtlichen. Auch die Caritas ist Teil des Geschäftsbetriebes unseres Wohlfahrtsstaates und schöpft wie jeder andere Anbieter Zuschüsse vom Staat und den Kassen ab. Es gibt aber genügend Felder (z.B. Beratungsstelle in Cham), wo die Kirche gerne draufzahlt und eine Struktur vorhält, die alle Menschen und das in vielen Bereichen kostenlos in Anspruch nehmen können.

Ich rede mich als Alleinstehender mit dem Gehalt eines Mittelschullehrers leicht, auch wenn meine sechs bis sieben Tage-Woche damit sicher nicht überbezahlt ist, aber ich muss mich dafür nicht rechtfertigen. Ich weiß, dass viele – auch in unserer Stadt – den Euro zweimal umdrehen müssen, aber: das liegt nicht an den Flüchtlingen. Seit einem Jahr ist die Million mehr im Land und ich kenne niemanden, dem es dadurch schlechter geht. Die entsprechenden Befürchtungen werden seit mindestens einem Dreivierteljahr geschürt und wiederholt – nichts davon ist bislang wahr geworden. Was bekommt man zur Antwort? „Die Medien werden gelenkt und sagen nicht die Wahrheit.“ So ist keine Dialog möglich. Wer dem anderen, wenn er etwas sagt, was einem nicht ins Weltbild passt, grundsätzlich unterstellt, er würde lügen, mit dem kann man nicht reden.

Man müsste sich einfach wirklich begegnen... hmm... Mal rechnen...: Wenn wir rund 60 Millionen Wahlberechtigte Deutsche haben, von den 10 % AfD wählen, dann wären das 6 Millionen. Wenn sich jeder von denen einen Tag lang um eine Flüchtlingsfamilie/einen Flüchtling kümmert sind wir – Sonntag ausgenommen – in einer Woche durch. Vielleicht würde wirkliche Begegnung anstelle anonymer Kommentare etwas ändern ...

Grübelt

Ihr Pfarrer

Holger Kruschina