Die Pfarrei Roding

Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Mein Wort an Sie

Nicht zum ersten mal stelle ich fest, dass das System der Messintentionen nicht allen verständlich ist. Es ist sicher gut, dies alle paar Jahre wieder in Erinnerung zu bringen:

Die Messintention verbunden mit einem Entgelt diente einmal dazu, das Anliegen des Intendierenden in der Gemeinde mitzutragen, meist das Gebet für Verstorbene. Hierfür wurde ein Betrag bezahlt, der den Unterhalt sicherstellen sollte: Priester, Mesner, Ministranten, Organist, Kirchenbau, Kerzen, Brot, Wein etc. An dieser Auflistung sehen Sie, dass dieser Zweck längst obsolet geworden ist: mit fünf Euro kann man keine solche Infrastruktur vorhalten. Fünf Euro sind allerdings in der Dritten Welt viel Geld! Daher werden die allermeisten Messen heute über das Generalvikariat in Regensburg an Diözesen der südlichen Hemisphäre weitergeleitet. Dort ist die Tradition des „Messelesenlassens“ nicht so verankert wie bei uns, die Bischöfe und Ordensoberen sorgen dafür, dass – vor allem in Ordensgemeinschaften – jede Intention im Sinne des Messspenders gefeiert wird, das Geld geht dann in den Unterhalt vor Ort.

Bei uns verbleibt eine Messe, die anderen werden als Mitgedenken „MG“ aufgeführt. Für unser Gemeindegebiet haben wir seit Januar allein über 2.500 Messen angenommen. Es ist jedem bei uns klar, dass diese bei 14 Messen pro Woche zum größten Teil als Mitgedenken gefeiert werden müssen.

In manchen Pfarreien wird nur die eine Messe im Pfarrbrief angeführt, alle Mitgedenken werden z.B. monatlich auf einer Seite aufgelistet. In Roding versuchen wir auch die Mitgedenken auf die Gottesdienste sichtbar zu verteilen, um so die Angehörigen und die Gemeinde bei einem bestimmten Gottesdienst zum Gebet auch für diesen Verstorbenen einzuladen, auch wenn die Messe selbst für jemand anderes gefeiert wird.

Manchmal, wenn viele Messen für eine Person aufgeschrieben wurden, noch dazu von verschiedenen Personen, legen wir solche Mitgedenken auch zusammen, weil dann auch in der Feiergemeinde sichtbar wird, wer alles an den Verstorbenen denkt. Bei einer etwa monatlichen Auflistung „im Block“ liest man die Messen auch oft „am Stück“, weil sie auf einmal bezahlt wurden. Über das System kann man unterschiedlicher Ansicht sein, ich habe mich lieber für eine Zuordnung zu einem konkreten Gottesdienst entschieden.

Außerdem versuchen wir Messen möglichst zeitnah zu persolvieren (so das Fachwort für „lesen“). Bei über zweieinhalbtausend Messen kann man diese nicht auf ein Jahr ausdehnen, man verlöre bei aller Unterstützung des Computers den Überblick und würde vielleicht sogar eine vergessen, die schon Monate vorher aufgegeben wurde! Im Einzelfall kann es immer einmal zu Fehlern kommen, unser Büro bemüht sich aber stets, sorgfältig mit Ihren Anliegen umzugehen.

 

Ihr Pfarrer

Holger Kruschina