Die Pfarrei Roding

Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Mein Wort an Sie

Unser Gottesdienst - Teil 1

 

Wo begegnen wir uns als Gemeinde? Ganz klar: im Gottesdienst. Es gibt auch nach über sieben Jahren Menschen, denen ich regelmäßig begegne, mit denen ich aber noch nie ein Wort gewechselt habe. Wenn es in dieser Zeit nicht zu einer Begegnung bei Gelegenheit, etwa bei einer Taufe oder einem Trauerfall gekommen ist, weiß ich nichts von ihnen. Vielleicht kenne ich sie dem Gesicht nach, vielleicht nicht einmal das. Aber sie kennen mich, feiern mit mir als Vorsteher Gottesdienst, lassen sich von mir ansprechen.

Bei dieser Feier wird deutlich: ich bin nicht bloß ein Live-Moderator, liefere nicht nur eine Bühnenvorstellung. Nein: ich bringe zur Sprache, was uns zur Feiergemeinschaft macht. Ein Gebet von mir ohne das Amen der Mitfeiernden ist schlichtweg nicht vorstellbar.

In unserer Feier spiegeln sich 2000 Jahre Kirchengeschichte und Traditionen, die noch weiter zurückreichen, z.B. ins Judentum. Wie wir feiern und was wir feiern geht nicht ohne den Anfang, den Jesus selbst gesetzt hat. Natürlich haben Glaubensformeln und -formen, Veränderungen und Rückbesinnungen diesen Anfang überformt – aber er ist immer noch da. Eigentlich ist das der stärkste Gottesbeweis: Wenn unsere Kirche – Gemeinschaft, Institution, Feiergestalt, Glaube – reines Menschenwerk wäre, hätten wir sie in 2000 Jahren schon mehrfach an die Wand gefahren. Es ist wohl so: der Geist Gottes in ihr ist stark genug, das Menschenmögliche zu hegen und zu fördern und dem Menschenunmöglichen zu widerstehen.

Kristallisationspunkt dieser geistgewirkten Gegenwart Gottes unter uns Menschen in der Kirche ist der Gottesdienst und hier noch einmal in einmaliger Weise die Feier der Eucharistie: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“

Wenn wir die Quelle des Heiles wieder lebensspendend machen wollen, auch und gerade in einer Zeit, in der die Kirche vermeintlich einen Abbruch erleidet, dann müssen wir neu begreifen, welch großes Geschenk uns der Herr mit diesem Stiftungsauftrag gemacht hat.

In der (sonntäglichen) Feier pulst das Herz der Kirche, lebt Gemeinde vor Ort, gestaltet sich die Kirche aller Welt und aller Zeit im Jetzt und Hier aus, begegnen wir dem lebendigen Gott gemäß seinem Wort.

Wie hat das begonnen? Wie hat es sich verändert? Wie drückt sich all das heute aus – und warum genau so? Ich hoffe, Sie freuen sich auf das gemeinsame Nachdenken – und Teil 2!

Ihr Pfarrer

Holger Kruschina

P.S. Die Themenreihe finden Sie zum nachlesen auf unserer HP unter der Rubrik "Gottesdienst aktuell" - einfach die aktuelle Ordnung und den Hinweis "In eigener Sache" überspringen ...