Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Mein Wort an Sie

Vor einigen Monaten habe ich an dieser Stelle geklagt, dass so viele Taufen ausgesetzt sind. Jetzt kommen sie alle reingepurzelt, was für uns ein großer Anlass zur Freude ist. Nun wird allerdings die Kehrseite sichtbar: es entsteht ein echtes Gedränge!

Als ich vor zehn Jahren gekommen bin, war es mir ein Anliegen, die verschiedenen Kirchorte unserer Pfarrgemeinde zu stärken, weil Kirche „vor Ort“ erfahrbar werden soll. Nur so kann sich Gemeinde bilden und entwickeln, auch wenn der Priestermangel uns als Kirche immer mehr in einen Spagat zwischen Nähe und Zentralisierung zwingt. Das Angebot der Erstkommunionen in den Filialen wurde anfangs nur zaghaft angenommen. Die Familien hatten eher die Klassengemeinschaft im Blick und das bedeutet für Wetterfeld Pösing bzw. Stamsried und für Obertrübenbach Michelsneukirchen. Inzwischen sind die Kinder und Familien überwiegend dankbar und gern in „ihrer“ Kirche bei uns, was sich in der Folge auch auf die Zahl derer niederschlägt, die als Ministrant/in weitermachen. In Wetterfeld haben wir die Zahl seither verdreifacht, in Obertrübenbach verdoppelt. Das ist kein „Wettbewerb“ um gute Zahlen! Je mehr junge Leute die Kirche als Heimat, vor allem in der Liturgie erfahren, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihr erhalten bleiben – auch wenn das natürlich nicht automatisch so ist! In der Regel sind es aber wenigstens positive Erinnerungen, die damit verbunden sind, und die prägen fürs Leben.

Die Anbindung der Familien beginnt aber schon viel früher, nämlich durch die Taufe. Taufrecht haben in unserer Gemeinde die Stadtpfarrkirche, die Expositur- und die beiden Filialkirchen. (Nicht das Heilbrünnl und nicht die kleinen Kirchen und Kapellen, hier ist das Kirchenrecht eindeutig.) Taufe ist nämlich an die Sonntagsgemeinde gebunden, so sehr sie für die Anfragenden zu allererst als Familienereignis wahrgenommen wird. Die Taufe ist ein wichtiger biographischer Schritt. Er ist aber vor allem Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche. Darum ist ihr erster liturgischer Ort die Sonntagsmesse – leider machen nur die allerwenigsten Familien davon Gebrauch. Das hat aber natürlich auch damit etwas zu tun, dass viele mit der Sonntagsgemeinde „fremdeln“ – und damit, dass Großeltern oder Paten oft einen weiteren Anfahrts- oder Heimweg haben. Verständliche Gründe, um auf den Nachmittag des Sonntags oder Samstag zu gehen. Das kann in Einzelfällen auch für Stadt-Rodinger gelten, die dann in eine Filiale ausweichen. Die Regel aber ist, dass in den Filialen nur die getauft werden sollen, die dort auch leben. Wenn es immer mehr Ausnahmen gibt, wird die Regel ad absurdum geführt. Das gilt nun erst recht, da so viele Anfragen auf einmal kommen. Ich bitte um Verständnis, dass es kein „Recht“ auf eine Einzeltaufe gibt und erst recht nicht mehrere Taufen hintereinander stattfinden können, auch nicht mit auswärtigen Taufspendern. Da muss ich jetzt mal die Reißleine ziehen.

Ihr Pfarrer Holger Kruschina