Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Mein Wort an Sie

Am kommenden Sonntag ist Bundestagswahl. Mit ein wenig Bangen schaut mancher auf den möglichen Ausgang, weil es wohl immer mehr Parteien braucht, um eine Mehrheit im Parlament zu bilden. In meiner Kinder- und Jugendzeit war es noch einfach: da gabs die beiden „Großen“ und das „Zünglein“ an der Waage. Dann kam Grün dazu, Dunkelrot, Blau… wollen wir mal andere Farbbenennungen außenvor lassen.

In Geschichte habe ich gelernt, wie sich die erste deutsche Demokratie durch die Kleinteiligkeit zerschossen hat, bis durch die Hintertür eine „Mehrheit“ kam, die bald alle anderen mundtot machte. In den USA verzweifeln sie jedesmal am Zwei-Parteiensystem, da gibt’s nur ein entweder oder.

Die Demokratie ist nur so gut wie die Menschen, die sie leben, auch wenn sie mehr Sicherheitsbarrieren gegen Machtmissbrauch bildet als andere Staatsformen.

Nun wird seit vielen Jahren und zuletzt immer mehr gefordert, dass auch in der Kirche mehr Demokratie herrschen soll. Zur Zeit der Abfassung dieser Zeilen mache ich mir grad verstärkt Gedanken darüber, weil ich am kommenden Donnerstag (wenn Sie das im Druck lesen, ist er grad vorüber) einen Abend im Rahmen des Bildungsprogramms unserer KAB darüber gestalten möchte. Wir werden gerade Zeuge intensiven Ringens und offener Debatten in unserer Kirche. Eine reine „Basta!-Mentalität“ hat schon lange ausgedient, auch wenn die Verwaltung noch vielfach hierarchisch entscheidet.

Papst Franziskus schwebt beim Gedanken an „Reform“ etwas anderes vor als manch anderen. Er spricht von einer „Mission“, einer Neuevangelisierung. Ob mehr Mehrheitsentscheidungen diesem Ansinnen dienlich sind, können, ja müssen wir offen diskutieren. Wir dürfen freilich nicht meinen, mit der anderen (besseren?) Struktur sei schon alles erledigt. Auch „Kirche“ ist nur so gut wie die Menschen, die sie leben, nicht nur in der „Regierung“!

Ihr Pfarrer

Holger Kruschina