Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.


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Sie möchten unsere vielfältige Arbeit z.B. im caritativen Bereich, in der Jugendarbeit, in der Kultur oder beim Erhalt unserer Kirchen unterstützen? Dann sind wir dankbar für eine Spende. Für eine gezielten Bereich nennen Sie einfach einen Betreff, ansonsten verbuchen wir es zur freien Disposition, wo wir gerade besonders gefordert sind. Vergelt's Gott!

Sparkasse Roding: IBAN: DE48 7425 1020 0380 2916 58 BIC: BYLADEM1CHM

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Mein Wort an Sie

In der Januar-Dekanatskonferenz haben wir Hauptamtliche uns inzwischen mit den Vorschlägen der Diözese auseinandergesetzt, wie die Pfarrseelsorge in ihrer äußerlichen Struktur neugestaltet werden muss. Grund ist der Rückgang an hauptamtlichem Personal in der Seelsorge: Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferent/inn/en. Auch der Blick auf die evangelische Schwesterkirche zeigt: es hängt nicht nur am Zölibat oder der auf Männer beschränkten Weihe, das muss man bei aller Kritik auch sachlich sehen. Meine größere Sorge ist ohnehin nicht der Priestermangel sondern die Gottvergessenheit, die sich im größeren Teil unserer Gesellschaft breit macht. Ja: es wird Änderungen in der Struktur geben, Nein: es wird nicht an spirituellem Angebot, an Gemeinschaft und Seelsorge mangeln – sie werden nur anders aussehen.

In allen unseren Einheiten wird das Gottesdienstangebot vielfältiger und von mehr Menschen getragen sein, auch wenn es nicht immer einer Messe ist. Darauf muss man sich freilich einlassen und es als Chance, nicht als Verlust sehen. Ein Rückgriff auf die Geschichte zeigt: der zum Sonntagsspaziergang verklärte Kirchgang konnte gar nicht jedes Wochenende gehen. Nicht über eine Distanz von mehr als zehn Kilometern, nicht für Gebrechliche, nicht für die, die auch am Sonntag der Arbeit nicht auskamen. Die durch Benefiziaten oder Expositi besetzten kleinen Einheiten, waren ein Ausfluss des 19. Jahrhunderts, desgleichen die Kapläne, die dann auch Filialkirchen abdecken konnten. In dieser Hinsicht lohnt die Lektüre des Schriftverkehrs bezogen auf die Messen in Obertrübenbach vor 100 Jahren (in der Jubiläumschronik S. 69). Die Obertrübenbacher wollten nicht nur alle fünf Sonntage Messe und argumentierten damit, dass Pösing und Wetterfeld alle zwei Wochen im Wechsel hätten!

Wir werden auch in Zukunft, solange wir uns die Gebäude finanziell leisten können (denn daran denken grad die Wenigsten!), vor Ort regelmäßig Versammlung und Gebet haben. Und sowohl Seelsorger als auch Gemeinde sind inzwischen um einiges mobiler geworden, so dass nicht immer ein lokales, sehr wohl aber ein temporales Angebot gemacht werden kann. Sprich: eine Vorabendmesse ist – aber vll. nicht am bisherigen, sondern an einem anderen Ort in der Seelsorgeeinheit/Pfarreiengemeinschaft. Was unsere Vorfahren hat „katholisch“ sein lassen, sollte uns nicht vom Glauben und der Kirche abbringen.

Nun werden wir also, auch im Pfarrgemeinderat, in einem ersten Schritt über Vorschläge „von unten“ diskutieren. Die Pastoralplanung heißt „2034“, es geht also nicht hopplahopp. Aber irgendwann in den nächsten Jahren ist es so weit – und dann sollten wir zum Aufbruch bereit sein. DARUM schreib ich das hier und heute schon mal – damit wir gemeinsam überlegen und gehen!

Ihr Pfarrer

Holger Kruschina