Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Mein Wort an Sie

„Herr, es ist Zeit, der Sommer war sehr groß.“ Mit diesen Worten beginnt Rilkes Herbstgedicht. Der Sommer 2020 war in seiner Art einmalig (und wird es in dieser Weise hoffentlich auch bleiben!). Auf vieles, was typisch ist, mussten wir verzichten: Feste und Feiern, Brauchtum, Urlaub in fernen Ländern ... Dankbar haben wir dafür die Freiheit angenommen, die uns die schönen Tage geboten haben, gerade weil so vieles verboten war und noch länger verboten sein wird. Wenn wir auch vielleicht noch ein paar goldene Herbstmomente erleben, so müssen wir doch loslassen.

Auch als Gemeinde haben wir versucht, immer wieder Dinge zu ermöglichen: im Lockdown die „stillen Messen“ in den Kapellen vor Ort, im Sommer nun unsere Abendmessen am Heilbrünnl. „Herr, es ist Zeit.“ Nach einem halben Jahr hat uns Geistliche auch die Schule wieder eingebunden und wird uns ggfs. auch im Homeschooling fordern. Sollte es in einer unserer Klassen zu einer zeitweiligen Quarantäne kommen, sind auch wir betroffen! Kpl. Seiberl hat wieder seine (Mittwochs) Fortbildungen und für mich beginnen ab Oktober die Visitationen im Dekanat Cham, die ich – weil da eben keine Abendmesse ist – meist auf meinen eigentlich freien Tag, den Mittwoch, lege. Daher stellen wir die Gottesdienste am Heilbrünnl ein. Wie jedes Jahr tun wir es mit einer Wallfahrt, die aber aus gegebenem Anlass nicht am Samstagabend, sondern am letzten Septembermittwoch stattfindet. Wer vom Forstamt Mitterdorf um 18.30 Uhr mit weggehen will: Bitte halten Sie den Mindestabstand und tragen Sie gegebenenfalls Maske. Unten werden die einen von den Ordnern bereits registriert, so dass es an der Tür zum Brünnl keinen Stau gibt, oben schon vorher diejenigen, die nicht zu Fuß mitgehen. Wir haben zwar am Mittwochabend eine Messe – oder ggfs. ein Requiem während des Tages – aber diese Messe im Krankenhaus kann nach wie vor nicht von der Öffentlichkeit besucht werden. Ich möchte diese „Leerstelle“ auch geistlich deuten: Vielen ist der Messbesuch nach wie vor überhaupt nicht möglich, die Kranken und Alten müssen oftmals mit wenig oder keinem Besuch auskommen.

Ich lade daher ein, immer am Mittwochabend daheim zu beten, gern um 18.30 Uhr, um sich mit den Kranken und Alten bei uns zu verbinden, gern auch später. Vielleicht mögen Sie auch das Geläut zum „Engel des Herrn“ zum Anlass nehmen. Es kann ein Rosenkranz sein, das Gebet für die Kranken (s. Haus-gottesdienstvorlage in diesem Pfarrbrief) oder der Vorschlag der jeweiligen Woche – oder natürlich etwas ganz anderes!

Wir werden noch manchen geistlichen und menschlichen Mangel – materiellen, seien wir ehrlich, eher weniger! – aushalten müssen. Ich lade ein, ihn im Gebet solidarisch zu tragen.

Ihr Pfarrer

Holger Kruschina