Die Pfarrei Roding

Corona Ticker

Damit die Startseite nicht überladen ist, haben wir einen Link zu den Corona Neuigkeiten unserer Gemeinde gesetzt. Bitte einfach klicken:

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Den nächsten Gottesdienst an dieser Stelle gibt es zu Pfingsten. Hier der Link, wenn Sie inzwischen anderswo mitfeiern wollen:  https://www.katholisch.de/artikel/5031-live-auf-katholischde

Eingang: 339
Gloria: 172
Antwort: FK: 340
Hallel: 175,1
Heilig: 200
Brotbrechen: 203
Dank: 427
n.d. Segen 533


Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Mein Wort an Sie

Mit dem Filmtitel „Angst essen Seele auf“ hat Rainer Werner Fassbinder 1974 ein
geflügeltes Wort in die Welt gesetzt. Wenn ich auf die zunehmende Unzufriedenheit
mancher Menschen in unserem Land schaue, fällt mir dieser Satz ein.
Angst essen Seele auf. Das stimmt. Dabei kann uns die Wissenschaft erklären,
dass Angst zwar eines der übelsten Gefühle ist, die wir Menschen haben können,
gleichzeitig aber auch überlebenswichtig war und ist. Angst ließ bei unseren
Vorfahren sofort den biologischen Motor hochfahren, der uns schneller laufen und
auf Energiereserven zurückgreifen ließ, der die Sinne schärfte. Bevor wir uns
durch Werkzeuggebrauch, Absprache in der Gruppe und List zum erfolgreichsten
Raub-Säugetier dieser Erde entwickelten, waren wir Jahrmillionen lang Beute- und
Fluchttier. Das steckt uns immer noch in den Genen.
Dann kam die Seele dazu. Das indische Sprichwort „Gott schläft in den Steinen,
Gott atmet in den Pflanzen, Gott träumt in den Tieren und Gott erwacht im
Menschen.“ bringt diese Evolution der Gotteserkenntnis wunderbar ins Wort. Die
Bibel spricht vom Anhauch Gottes, der uns zu seinem Abbild machte. Als Christ
darf ich daher den Satz anfügen: Gott offenbart sich in Christus.
Seither ringen die guten Seiten der Gottebenbildlichkeit – die Fähigkeit zu lieben,
zu hoffen zu glauben, Mitleid zu empfinden, gerecht und barmherzig zu sein ... –
mit allem, was die Evolution uns auf den Weg mitgegeben hat: den Willen, zu
überleben, den eigenen Vorteil zu suchen, die Lage hemmungslos auszunutzen
(und auszubeuten), weil man ja nie weiß... .
Angst essen Seele auf. Das trifft gerade auch wieder auf immer mehr Menschen
zu. Musste uns vor Wochen die Dringlichkeit vor Augen gehalten werden, weil wir
zu wenig Angst hatten und uns und andere zu wenig zu schützen bereit waren, so
kriecht und kreucht nun diese Angst in unseren Eingeweiden und macht uns offen
für allerhand Einflüsterungen:
„Die Situation ist nicht komplex, sondern ganz einfach, schau: schwarz und weiß!“
Oder: „Die ... (anderen, da oben, zu jener Gruppe gehörenden...) lügen uns nur an,
eigentlich/wahrscheinlich ist es so... hab ich gehört ... gelesen .... gesehen... darf
man aber nicht laut sagen!“
Von Bert Brecht stammt der Satz: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“
Als Christen freilich hätten wir doch eigentlich keinen Grund zu dieser Form von Angst:
Gott hat sich in Christus offenbart – was kann uns scheiden von der Liebe Christi?
Heiliger Geist essen Angst auf.
Ihr Pfarrer
Holger Kruschina.