Die Pfarrei Roding

Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Unser Gottesdienst - Teil 32

Selbstverständlich gibt es noch ein anderes Wort, einen anderen „Klang“ in unserem Gottesdienst und der soll uns abschließend noch beschäftigen, nämlich die Rolle der Musik in unserem Gottesdienst.

Schon früh spielte Musik im Leben der Menschheit eine bedeutende Rolle. Leider können wir das allermeiste nicht mehr rekonstruieren. Zwar haben wir sogar aus der Steinzeit Instrumente, etwa eine Flöte aus Knochen gefunden, aber was die Menschen genau darauf spielten, wissen wir nicht. Neben dem Anspruch, musikalische Traditionen ohne Veränderung seit Generationen fortzuführen, ist es vor allem die Erfindung der Notation, die Musik „festhält“. Auch Ungeübte können sich an ihr orientieren. Ich merke das immer ganz praktisch bei Liedern, bei denen wenigstens die erste Strophe unter Noten gelegt ist. Die singen sich immer leichter als die Folgestrophen, die nur im Text abgedruckt sind.

Schon immer waren wohl bestimmte Instrumente und Musiken der religiösen Praxis vorbehalten, aber ebenso haben sich geistliche und weltliche Musik stets befruchtet. Allein in der Römisch-Katholischen Kirche gab es mehrere Musikrevolutionen, bei denen die Traditionalisten die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und vom „Untergang der Gottesdienstkultur“ gesprochen haben. So war für Jahrhunderte die Hochform bei uns der gregorianische Choral, während in der Ostkirche vermutlich schon mehrstimmig gesungen wurde. Als im Mittelalter mehrstimmige Lieder und feste Rhythmen in der Kirche aufkamen, war das „Tanzmusik“ und ganzganz böse. Als die Orgel in die Kirchen Einzug hielt, meinten die Menschen, jetzt ist es bald aus mit der Kirche: nur die Stimme allein war des Gotteslobes würdig! Noch größer war das Gezeter, als ganze Orchester daherkamen und Chöre und Solisten wie „Opern“ sangen und klangen. Auch das deutsche Kirchenlied erfuhr seine Entfaltung vor allem durch den Protestantismus und galt durchaus eine Zeit lang als Unterscheidungsmerkmal. Sie sehen also: der Aufruhr wegen E-Gitarre und Schlagzeug hat durchaus historische Vorbilder.

In der Liturgie – und wir beschränken uns auch hier auf die Feier der Messe – gibt es grundsätzlich zwei Sorten von gesungenen Texten, man bezeichnet sie in der Fachsprache als Ordinarium und als Proprium. Das möchte ich in der Folge noch näher erläutern.

 

P.S. Die Themenreihe "Unser Gottesdienst" finden Sie zum Nachlesen auf unserer HP unter der Rubrik "Gottesdienst aktuell" - einfach die aktuelle Ordnung und den Hinweis "In eigener Sache" überspringen ...