Die Pfarrei Roding

Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Unser Gottesdienst - Teil 26

Das Kirchenjahr hat einen großen Einfluss darauf, wie wir feiern. Das augenfälligsten Merkmal ist sicher die Farbe der liturgischen Gewänder. Sie haben sich zunächst aus dem Alltagsgewand und der Amtstracht der Antike und dann ein Eigenleben entwickelt.

Die Stola (gallisch für „Gewand“) ist schon im 4. Jahrhundert als „Amtstracht“ bezeugt und ist dem Diakon (schräg über die linke Schulter), dem Priester und dem Bischof (gerade über den Nacken) vorbehalten. Sie hat viele Moden mitgemacht, ebenso wie die Kasel, der Überwurf des Priesters. Dieser „Poncho“ war ein Allerweltsgewand. Erst mit der „Hosenmode“ der Germanen wurde es zum exklusiven Kleidungsstück der Kleriker. Nachdem sie nicht mehr – ihr ursprünglicher Zweck - vor dem Wetter schützen musste, konnte sie kostbar geschneidert und bestickt werden. Je höher die Arme des Priesters im Mittelalter wanderten, umso unpraktischer wurde ihre Weite, weswegen sie im Barock schließlich seitlich an der Schulter endete und den landläufigen Spitznamen „Bassgeige“ bekam. Mit der Reform der Liturgie durch das Zweite Vaticanum erhielt sie ihre ursprüngliche Gestalt zurück. Noch etwas lässt mich persönlich die „Bassgeige“ nicht mehr gern anziehen: sie steht auch in ihrer Gestaltung für eine andere Feierform, denn die reicher bestickte und längere Seite ist der Rücken – ich zelebriere aber nicht mehr mit dem Rücken zur Gemeinde! Abgesehen davon ist sie recht starr, nicht nur beim Stehen, sondern auch beim Sitzen (was in der alten Liturgie auch nicht vorkam). Weggefallen ist auch ein „Schnupf-Schweißtuch“, das „Manipel“, das über dem Handgelenk getragen wurde und seit Jahrhunderten nicht mehr seinem eigentlichen Zweck diente.

Der Vollständigkeit halber: alle liturgischen Dienste dürfen die Albe, das weiße Grundgewand tragen. Sie erinnert uns an die gemeinsame Berufung aus der Taufe. Am Brünnl, im Krankenhaus und im Altenheim tragen auch die Minis dieses Gewand, genauso die Erstkommunionkinder. Die Alltagsamtstracht ist der Talar (auf der Straße: die Soutane) in schwarz. Der weiße, hüftlange Chorrock ist eigentlich eine geschrumpfte Albe und wir daher auch nur in der Liturgie über dem Talar getragen – das ist auch das liturgische Gewand unserer Minis, die sich den Luxus leisten, auch noch die Varianten Grün, Violett und Rot im Programm zu haben, sogar mit einem Schulterüberwurf (Mozetta). ICH darf das nicht: Violett und Rot wären für mich Amtsanmaßung ...

P.S. Die Themenreihe "Unser Gottesdienst" finden Sie zum Nachlesen auf unserer HP unter der Rubrik "Gottesdienst aktuell" - einfach die aktuelle Ordnung und den Hinweis "In eigener Sache" überspringen ...