Die Pfarrei Roding

Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Mein Wort an Sie

Vor einigen Tagen hat sich die Aufdeckung des jahrelangen Missbrauchs am Canisius-Kolleg in Berlin zum zehnten mal gejährt. Seit damals ist das Thema Miss-brauch in der Kirche in aller Munde, leider – wie der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung in einem Interview sinngemäß gesagt hat – nicht das Thema Missbrauch in unserer Gesellschaft. Immer noch sind es Einzelmeldungen wie etwa die Tätergruppe auf einem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen, ein einzel-ner Ermittlungserfolg gegen einen Kinderpornographie-Ring oder ein Gerichtsurteil gegen einen Täter im Familienumfeld, die kurz Erwähnung finden, nicht aber die gesamtgesellschaftliche Dimension dieses abscheulichen „Phänomens“. Ich zitiere aus der Arbeitshilfe Institutionelles Schutzkonzept, zur Gänze und mit Quellen-angaben einsehbar unter:

https://www.bistum-regensburg.de/fileadmin/redakteur/News/PDF/01_iSK_-_Teil_1_-_Information_und_Anleitung__Onlineversion_.pdf

"Opfer-Tatverdächtigen-Beziehung Täterinnen und Täter kommen in vielen Fällen (35 %) aus dem näheren sozialen Umfeld des Opfers, sind also Freunde, Bekannte oder Verwandte. In 4 % der Fälle besteht zwischen Tatverdächtigem/r und Opfer eine sog. "formelle soziale Beziehung"; zu dieser Rubrik gehören auch Begegnungen im Rahmen eines Sportvereins oder der Pfarrei. Allerdings lassen sich auch in über der Hälfte der Fälle (56 %) keine Beziehung zwischen Tatverdächtigem/r und Opfer erkennen.Täter und Täterinnen, die planvoll vorgehen, suchen gezielt die Nähe zu Kindern und Jugendlichen. Diese finden sie zum Teil im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit oder auch bei ehrenamtlichen Begegnungen."

Schulungen, die inzwischen alle Haupt- und Ehrenamtlichen im kirchlichen Bereich machen müssen, sollen dafür sensibilisieren, Verhaltensauffälligkeiten stärker wahrzunehmen, die auf Missbrauch egal in welchem Umfeld hindeuten. Das ISK (Institutionelles Schutzkonzept), das jede Pfarrei nun je für sich erstellen muss, soll darüber hinaus auch die Wahrnehmung dafür schärfen, wo durch falsche oder unklare Strukturen Missbrauch erleichtert oder sogar ermöglicht wird. Hierzu brauchen wir nun die Mithilfe möglichst vieler Pfarrangehöriger. Gremien, Verbände und Verantwortliche werden gezielt eingebunden. Aber Jeder und Jede soll sich Gedanken machen, wie unsere Gemeinde „gestrickt“ ist und wo wir Maschen haben, durch die ein möglicher Täter schlüpfen kann. Daher finden Sie im Pfarrbrief Nr. 8  einen Fragebogen, den ich Sie bitte zu bearbeiten und bis zum Ende der Faschingsferien abzugeben. Persönlich, im Briefkasten Pfarrhof oder im „Kummerkasten“ hinten in der Pfarrkirche. Im Format unseres Pfarrbriefes ist der Fragebogen etwas klein, aber es gibt ihn auch größer einzeln zum Mitnehmen. Die Fragebögen sollen im Laufe des Monats März ausgewertet werden und dienen der Arbeitsgruppe ISK schließlich als Grundlage zur Erstellung eines Schutzkonzeptes und natürlich zur Abhilfe möglicher Gefährdungen. Bitte helfen wir alle zusammen –  nicht für unser „Image“, sondern zum Schutz unserer Kinder und Jugendlichen!

Ihr Pfarrer

Holger Kruschina.