Die Pfarrei Roding

Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Mein Wort an Sie

„Wenn ein Glied der Kirche leidet, leiden alle Glieder mit.“ So schreibt der hl. Paulus in einem seiner Briefe. Das Leiden der Schwestern und Brüder in (und an) der Kirche, ja das Leiden der Menschen in aller Welt darf uns niemals gleichgültig lassen, egal wie sehr wir uns an Nachrichten oder Bilder schon gewöhnt haben.

Das gilt erst recht für Menschen, die durch Mitglieder unserer Kirche Leid erleiden. Das Thema Missbrauch ist daher nicht „durch“. Wenn die Verantwortlichen in den letzten Jahren eines verstanden haben, dann das, dass die Perspektive der Opfer immer auch unsere eigene Blickrichtung bestimmen muss. Es gehört zur Selbstreinigung (nicht Selbstentschuldigung) der ganzen Kirche, dass sie die Opfer in den Blick nehmen muss.

Jetzt mögen vielleicht manche von Ihnen sogar sagen: „Ich kanns nicht mehr hören, so was gibt’s doch bei uns nicht“ oder „das geht bloß die Bischöfe und Priester etwas an“ – aber das stimmt einfach nicht.

Wir MÜSSEN von der Opferseite her denken – und die Opfer werden die Erinnerung und die Folgen auch nicht los! Aus diesem Grund hat Papst Franziskus zum Gebet für die Opfer von weltweitem Missbrauch (nicht nur in der Kirche) aufgerufen, und zwar „rund um den 18.11.“

Ich nehme diese flexible Ansage zum Anlass, die Anbetungsstunden an Christkönig diesem Anliegen zu widmen. Bei wem wäre das Gebet für die Opfer besser aufgehoben als bei dem, der selbst Opfer geworden ist und der seinen Peinigern vergeben hat.

Die gestaltenden Verbände sind frei in ihren Gebeten, bei der Aussetzung aber wird das Anliegen ins Wort gebracht werden. Bitte nehmen Sie sich Zeit!

 

Ihr Pfarrer

Holger Kruschina