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Die Pfarrei Roding

Vielleicht planen Sie einen Besuch, vielleicht sind Sie neu zugezogen, vielleicht sind Sie hier einfach „vorbeigesurft“ und hängen geblieben? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie ein wenig durch unsere Seite blättern:

Seelsorgeteam, haupt- und ehrenamtliche Verantwortliche und viele Menschen sind bei uns „Kirche vor Ort“. Die Homepage dient als Information, sie kann und will aber nicht die persönliche Begegnung ersetzen. Deshalb laden wir Sie ganz herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Unsere gemeinsamen Gottesdienste, sowie die Arbeit in Gruppen und Verbänden erfüllen keinen Selbstzweck:

Als Christen sind wir mit Gott und den Menschen unterwegs und für unseren Nächsten da. Das versuchen wir in vielfältiger Weise. Wir würden uns freuen, Sie dafür interessieren zu können.

Aus dem aktuellen Pfarrbrief Roding

Unser Gottesdienst - Teil 19

 

Ich muss zugeben, dass es mir wichtig ist, zu verstehen, was ich tue, wenn ich Liturgie feiere. Der Sinn eines Ritus ist es aber nicht, währenddessen beständig darüber nachzudenken. Gerade deswegen setze ich mich gerne in der Lektüre, im Nachsinnen und auch im Schreiben dieser Zeilen intensiv damit auseinander, um beiden Bedürfnissen entgegenzukommen: dem Verstehen und dem schlichten und schönen Vollzug. Denn dazu braucht es ja ein Ritual im Kleinen wie einen Ritus im Großen: um dem Sinn eine Form zu geben, Halt und Sicherheit im Leben des Einzelnen und Gemeinschaftsstiftendes für eine Gruppe von Menschen. Darum gibt es die Langeweile, die aus der inneren Unruhe kommt, nur dann, wenn wir uns mit dem Ritus nicht auseinandergesetzt haben oder wenn wir uns nicht in den Ritus „fallen lassen“. Natürlich erwarte ich das nicht von Kindern, obwohl sie manchmal ein weitaus untrüglicheres Gespür dafür haben, wenn etwas wirklich „langweilig“ ist. Umso wichtiger ist es mir, dass Kinder nicht gemaßregelt, sondern an die Hand genommen werden. Sie sollen spüren: Auch wenn ich nicht alles verstehe oder mag, fühle ich mich hier, bei Gott, in der Gemeinde zu Hause.

Auch Erwachsene gehen einen Glaubensweg, auch sie lernen im Laufe des Lebens einen Ritus noch einmal ganz anders zu schätzen. Das Schöne an unserer Feier ist dabei, dass sie Herz UND Verstand anspricht, letzteren vor allem über die stets wechselnden Gebete, Lesungen und natürlich auch Lieder. Unser Glaube ist nicht „unlogisch“ oder altmodisch. Er bedient sich freilich der Formensprache von tausenden von Jahren. Wenn ich immer „aktuell“ sein wollte, müsste ich alle paar Jahre die liturgischen Bücher überarbeiten, die Bibel neu übersetzen, Lieder am Fließband produzieren. Was unsere Vorfahren zur Verdeutlichung des Glaubens in je ihrer Generation beigetragen haben, ist für uns wie die Ackerkrume von Jahrhunderten. Wir können froh sein, dass wir nicht an der Oberfläche wurzeln, sondern in die Tiefe gehen können: Sie gibt uns Halt und Nahrung.

In diesem Sinne wird „Unser Gottesdienst“ wohl noch ein paar Teile sehen...

P.S. Die Themenreihe "Unser Gottesdienst" finden Sie zum Nachlesen auf unserer HP unter der Rubrik "Gottesdienst aktuell" - einfach die aktuelle Ordnung und den Hinweis "In eigener Sache" überspringen ...